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Werkstätten der wewole STIFTUNG bleiben geschlossen

Pressemitteilung: Beschäftigte werden zu Hause und in Wohneinrichtungen betreut - Kontakt über Telefon oder SMS mit ihren Gruppenleitern

Die Werkstätten der wewole STIFTUNG bleiben definitiv bis mindestens 3. Mai 2020 geschlossen. „Davon gehen wir, Stand heute, aus, auch wenn der Gesetzgeber offiziell noch keinen Erlass veröffentlicht hat“, so Rochus Wellenbrock. Der Vorstandsvorsitzende des Teilhabe-Anbieters für Menschen mit Behinderungen in Herne und Castrop-Rauxel geht davon aus, dass das Betretungsverbot der Werkstätten bis „mindestens zum 4. Mai“ verlängert wird. Dies ist ein Ergebnis der regelmäßig tagenden Leitungskonferenz bei der wewole STIFTUNG, die immer wieder auf die aktuellen Vorgaben durch Bund, Land und Kommune reagiert und sie auch umsetzt.

Betroffen von der Schließung sind etwa 1.100 Menschen mit Behinderungen, die in Voll- oder Teilzeit in den verschiedenen wewole-Werkstätten beschäftigt sind. Mit diesen sind die Angestellten der wewole seit Wochen trotzdem in engstem Kontakt. „Wir betreuen sie in unseren Wohneinrichtungen oder verschicken Bildungs- und Arbeitspakete“, so Wellenbrock. Zudem werden die Werkstattbeschäftigen regelmäßig angerufen und stehen daher in ständigem Austausch mit ihren Gruppenleitern.

„Menschen mit Behinderungen haben keine Lobby“

Gerade dieser persönliche Kontakt, ob am Telefon oder per SMS, sei zurzeit für die Menschen mit Behinderungen eminent wichtig, denn Rochus Wellenbrock sieht sie bei den Corona-Regelungen, die Bund und Land aufstellen, „ganz am Ende der Fahnenstange. Menschen mit Behinderungen haben keine Lobby, das zeigt sich in der aktuellen Krise einmal mehr ganz deutlich“.  So sei das Wegbrechen des strukturierten Alltags für sie ein riesiges Problem: „Die Menschen mit Behinderungen dürfen oft nur mit einem Angehörigen oder mit einem Betreuer nach draußen. Jetzt sitzen viele zuhause und fühlen sich alleine gelassen. Wir als Werkstatt können diesen strukturierten Tagesablauf aber bieten. Und zwar mit höchster fachlicher Kompetenz, mit bester Struktur und unter strengsten hygienischen Vorgaben.“

Einzelhandel im Hbf Castrop-Rauxel öffnet wieder 

Begrenzt geöffnet werden ab Montag, 20. April, einige Standorte, an denen die wewole STIFTUNG im Einzelhandel tätig ist und wo unter anderem eine kontaktlose Kartenzahlung gewährleistet ist. Dazu gehören neben der Gärtnerei an der Nordstraße, die bereits seit Anfang April stundenweise geöffnet hat, der Backshop „CAPpuccino“ und der Verkaufskiosk „NimmEssMit“ im Hauptbahnhof Castrop-Rauxel. Dort werden unter den vorgeschriebenen hygienischen Anforderungen wieder Dinge für den täglichen Bedarf angeboten, wobei der Imbissbereich im „CAPpuccino“  geschlossen bleibt. Die Öffnungszeiten im Castroper Hauptbahnhof will die wewole STIFTUNG der Kundennachfrage anpassen: „Da warten wir die ersten beiden Tage ab, da der ÖPNV ja auch sehr stark eingeschränkt ist.“

Das wewole FORUM im Herner City Center, die Betriebskantine „Schmackofatz“ im Technischen Rathaus in Wanne-Süd sowie der „Emscherquellhof“ in Holzwickede sind dagegen weiterhin geschlossen.

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